Wolkentor
Ort der Einkehr & Stille

ZEN-Einführungstage

nächster Termin: 09. und 10. April 2022

„Vergangenheit  und Zukunft sind Gedanken, denen wir sehr oft unbewusst, rückblickend, sehnsüchtig, nachhängend, vorauseifernd, hoffnungsvoll oder ängstlich begegnen. Dadurch wird das Erleben des gegenwärtigen Moments "getrübt" und unsere Wahrnehmung wird "verzerrt". Das Leben geschieht aber nicht nur in unserem Kopf, sondern in der Erfahrung mit allen Sinnen, -im Hier und Jetzt“     

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"Buddha mit leeren Händen"

Shyo Roku Fall 4

DER WELT-VEREHRTE WEIST ZUR ERDE

Als der Welt-Verehrte sich mit seinen Schülern erging, wies er mit der Hand zur Erde und sagte: „Hier an dieser Stelle baut ein Kloster.“ Indra nahm einen Grashalm, steckte ihn in den Boden und sagte: „Das Kloster-Bauen ist schon geschehen.“ Der Welt-Verehrte lächelte.


Wir denken gerne, dass es irgendwo eine authentische Quelle der Übung gibt. Wir üben möglicherweise im Rahmen einer bestimmten Traditionslinie des Buddhismus. Wir vertrauen unserem Lehrer und fühlen uns sicher, weil wir uns in einem altehrwürdigen Gedankengebäude wähnen. Und im schlechtesten Fall geht es dann auch nur genau so. Wie verbeugt man sich, was und wie wird rezitiert, sitzt man mit dem Gesicht zur Wand oder dem Raum zugewandt.

In der Vorstellung von Richtig und Falsch lässt unser Atem jedes Gedankengebäude rissig werden. Umso mehr werden wir es vielleicht verteidigen. Anstatt die frische Luft zu genießen, die durch die Risse hereinkommt. Mit anderen Worten: Jede Religion, jede Praxis, jede Übung bleibt nur lebendig, wenn wir uns selbst und das, was wir glauben und tun als vergänglichen Moment erleben. Der Buddha  sieht in dem kleinen Grashalm alles was nötig ist verwirklicht. Er steht mit leeren Händen da und lächelt.

Ausführungen von Willy Januar 2022

Umgang mit dem "Leiden"

Vor einiger Zeit kam die Frage auf, wie man mit dem Leiden in der Welt umgehen könne. Mit dem eigenem Leiden und dem der anderen Menschen und allen fühlenden Wesen.

Die Last dieser Frage hat Siddhartha Gautama motiviert, sich auf die Suche zu machen und dem Wesen der Dinge auf den Grund zu gehen. Die vier edlen Wahrheiten über das Leiden bilden in Folge den Anfang und den Kern der buddhistischen Praxis – die Wahrheit vom Leiden, die Wahrheit von der Entstehung des Leidens, die Wahrheit von der  Beendigung des  Leidens und die Wahrheit vom Weg, der zur Beendigung des Leidens führt.

Gerne mal nachlesen (Google oder Nyanatiloka: Das Wort des Buddha)

Nun verspricht der Buddhismus keine reine leidfreie Welt, kein Paradies, in dem wir unbehelligt von Alter, Krankheit und Tod für immer sein können. Der Weg zur Beendigung des Leidens liegt in dieser unvollkommenen und letztlich leidhaften Welt.

Ich weiß, damit habe ich ein dickes Buch aufgemacht. Für heute sollt aber ein kurzes Zitat genügen, dass mir in den Sinn kommt. Sorry ich weiß im Moment nicht, woher es stammt, es ist mir einfach im Gedächtnis geblieben, weil es mich beeindruckt hat.

Es lautet: „Wenn die Bedingungen günstig sind, komme ich. Wenn die Bedingungen ungünstig sind, gehe ich.“

Das Zitat drückt eine unfassbare Gelassenheit gegenüber Leben und Sterben aus.

Der erste Schritt auf dem Weg des Zen besteht darin, eine gewissen Gelassenheit gegenüber der eigenen Existenz … oder Nicht-Existenz zu entwickeln. Das verringert schon mal etwas den Stress und öffnet das Herz. Der Weg führt zur inneren Stille und zu einem klaren Geist.  

Missmut und Angst behindern uns nur auf dem Weg. Verbeißt Euch nicht in die Frage des Leidens. Geht einfach den nächsten kleinen Schritt. Meditation kann uns darin unterstützen, weil sie uns mit der Zeit freundlich, stark und gefasst macht. Nutzt Eure Zeit - besonders, wenn es Euch gut geht.

Gegen das Leiden hat man keine Chance, wenn man kein schönes oder besser positiv eingestelltes Leben lebt! Seltsamer weise beginnt es damit, dass man das Leiden - das eigene und das der anderen - akzeptiert.

Demnächst mehr zu diesem Thema ...

Herzlichen Gruß, -Willy

Events mit Muho 2022 


 23.09.- 25.09.22 Wochenende mit Muho

"Talk-Sesshin" * von Fr.-Nachmittag bis So.- Mittag

* seichteres  Sesshin: Vorträge, Meditation, persönliche Gespräche, moderater Tagesablauf, geselliger Samstag-Abend

max. 20 Personen (ideal für Einsteiger) 

Kosten: 320 € (incl. Verpflegung, Übernachtungen)

26.09.- 02.10.22 7-Tage-Sesshin mit Muho

Mo.-Abend/Nachmittag Anreise - 02.10. Vormittag-Abreise

* intensives Sesshin für Geübte (Sesshin-Erfahrene)

max. 15 Personen (für Sesshin-Erfahrene)

Kosten: 620 € (incl. Verpflegung, Übernachtungen)


Muhō war von 2002-2020 Kloster Antaijis in Japan neunter Abt. Er wurde 1968 in Berlin geboren und wuchs in Braunschweig und Tübingen auf. Mit 16 Jahren kam er mit Zazen in Kontakt und hatte bald den Wunsch, später in Japan als Zenmönch zu leben. Er studierte Japanologie, Philosophie und Physik in Berlin und für ein Jahr auch an der Universität Kyōto. Zu dieser Zeit, mit 22 Jahren, besuchte er auch zum ersten Mal das Kloster Antaiji und verbrachte dort 6 Monate.

Mit 25 Jahren, nach dem Abschluss der Universität, ordinierte Muhō in Antaiji und wurde so zum Schüler des damaligen Abtes, Miyaura Shinyū Rōshi. Außer in Antaiji verbrachte Muhō auch jeweils ein Jahr in dem Rinzai-Kloster Tōfukuji in Kyōto und Hosshinji in Obama, einem Priesterseminar der Sōtō-Schule. Nach Abschluss seiner Ausbildung in Antaiji erhielt Muhō die Übertragung des Dharma (Shihō) von seinem Meister Miyaura und wurde damit als eigenständiger Meister der Sōtō-Schule anerkannt.

Daraufhin beschloss er, als Obdachloser im Schlosspark von Ōsaka zu leben, wo er für ein halbes Jahr ein Zengruppe leitete, bis ihn die Nachricht vom Tod seines Meisters im Februar 2002 erreichte. Im Frühjahr 2002  wurde Muhō als Nachfolger seines Meister zum neunten Abt von Antaiji berufen.Neben zahlreichen Dokumentationen über das Antaiji, wurde 2016 der Kinofilm "ZEN for Nothing"  veröffentlicht. Muhō ist der Autor zahlreicher ZEN-Bücher und ist momentan über einen Youtube-Channel von Osaka in Japan aktiv und leitet dort auch eine  Zengruppe.

 


- über meinen Aufenthalt im Wolkentor - 

- Fazit von Robin-   Mai/Juni 2021

Ich möchte die Eindrücke meines Aufenthaltes mit anderen Praktizierenden, Interessierten teilen und wesentliche, praktische und persönliche Aspekte des Alltags in einem Kloster aus meiner Sicht darstellen.
Vielleicht macht es ja den einen oder anderen neugierig und hilft denen, die sich entscheiden herzukommen.

Wenn morgens um 4:20 Uhr der Wecker klingelt, brach anfangs jedes Mal meine Welt zusammen.
Die erste Krise ist überwunden, wenn es um Punkt 5 zum Zazen geht. Der Kampf gegen die Müdigkeit wird noch einige Stunden dauern und bis zum Abend nie ganz abklingen. Dennoch ist höchste Wachsamkeit gefragt. Bei dem sehr durchstrukturierten Tagesplan fällt jeder blinde Fleck in der eigenen Wahrnehmung auf.

Ständig darauf hingewiesen zu werden, was man vergessen hat, mag am Anfang nerven und es fällt auf, dass einige herkommen und denken, es ginge nur um Zazen (Sitzmeditation).
Es mag anfangs schwerfallen, auch die Tätigkeiten und die Rituale ernst zu nehmen; neben der vollen Konzentration auf die Verrichtung die wir gerade ausführen, lernen wir so aber auch, nicht nur einspitzig fokussiert zu sein, sondern auch für die Umstände in denen wir leben wach zu sein und Rücksicht auf die Anderen zu nehmen.

Zazen ist der eine Aspekt der Übung, der die Achse für den restlichen Alltag darstellt.

Den Anderen Frühstück zu machen und die Toiletten zu putzen ist genauso wichtig. Seinen Geist zu reinigen bedeutet, keine Spuren zu hinterlassen. Keine Spuren zu hinterlassen bedeutet, seinen Dreck wegzumachen und für die Anderen da zu sein.

Am Anfang mag die Strenge im Zen, der Rituale und des Tagesplans autoritär wirken. Je mehr man sich hingibt und je mehr das gegenseitige Vertrauen wächst wird aber klar, dass gerade durch die klare Form Harmonie in der Gruppe (Sangha) entstehen kann. Je weniger egoistische Absichten herrschen, desto weniger Reibung gibt es und desto mehr Früchte kann die Praxis tragen. Wenn alle am gleichen Strang ziehen, ist da keine Spur mehr von Strenge.
Dann praktiziert sich die Zen-Praxis ganz von selbst und es gibt niemanden mehr der etwas erlitte oder aushalten muss.
Dann ist in der Schnelligkeit keine Hektik mehr, in der Gründlichkeit kein Druck, in der gegenseitigen Ermahnung keine Bosheit.

Darum geht es:
Die Kraft der Zen-Übung in den Alltag fließen zu lassen und den ganzen Alltag zur Praxis werden zu lassen.
Durch das frühe Aufstehen begegnen wir dem Tag auf Augenhöhe und lassen uns nicht von der Dämmerung überrollen.
Wir sind den Anforderungen gewachsen, ohne überlegen sein zu wollen.
Das hier ist kein mystischer Ort. Die Alltäglichkeit ist nicht zu umgehen.
Du schleppst dich selbst herum und leidest an deinen Gedanken, bis du dich selbst ganz vergisst und von den Aufgaben "gezogen" wirst. Dann tut man was zu tun ist.
Auf einmal wird sogar das Aufstehen zur Freude.
Man fühlt sich vom täglichen Ablauf nicht mehr versklavt und flüchtet sich nicht mehr in Trägheit und schielt nicht nach den Pausen.
In der Tätigkeit ganz aufzugehen und nach nichts Anderem zu suchen ist sehr befreiend. Wenn wir unsere persönlichen Interessen mal für einen Augenblick fahren lassen, ist der Alltag keine Last mehr. Trotz der routinierten Abläufe und den permanenten Wiederholungen war bisher kein Tag wie der andere.
Es begann mit einem Sesshin,- einer mehrtägigen, intensiven Zeit. Die verschiedenen Leute die kommen, die Färbungen die sie mitbringen bis sie wieder gehen. Und dann ist da noch das eigene Innenleben, das sich unentwegt verändert.

Alle Krisen die wir hier durchleben sind nur Gedanken im Kopf, Glück und Unglück nur Zustände die kommen und gehen.
Unsere Übung besteht darin, sich von den Wechselfällen der Welt nicht verrückt machen zu lassen und immer angemessen auf jede Situation zu reagieren. Nicht mehr in Zwiespälten befangen zu sein und immer entschlossen einen Schritt voran zu gehen.

Freiheit fängt im Kopf an. Aber sie muss mit dem Körper geübt werden.
Der Geist muss durch und mit dem Körper befreit werden. Ein freier Körper allein macht noch keinen freien Geist.
Die letzten 6 Jahre war ich permanent auf Reisen. Irgendwann musste ich aber einsehen, dass äußerliche Freiheit allein mich noch nicht wirklich frei macht. Egal was ich tat; ich verrannte mich immer wieder in Konzepten, Verhaltensmustern und enttäuschten Erwartungen. Dauerhafte Zufriedenheit fand ich an keinem Ort der Welt und in keinem noch so berauschenden Zustand. Auch alleine Zazen zu üben war irgendwann nicht mehr genug. 
So entschied ich mich dafür, mit dem Aufenthalt im Wolkentor, für neue Impulse offen zu sein und vor allem "Ballast abwerfen"  zu können. In unseren vermeintlich freien Entscheidungen im Alltag schaffen in der Regel nur alte Reaktionsmuster permanent neue Situationen, von denen wir uns Befriedigung erhoffen.

Das nennen wir dann Freiheit.
Im Kloster lernen wir, von uns selbst einmal ganz absehen zu können. Wir wachen auf aus unserer passiven Haltung und strampeln uns nicht mehr wie Bekloppte auf der Suche nach etwas ab.

Erlauben wir unseren Gewohnheiten ins Leere zu laufen, können wir unsere echte Spontanität und Unbefangenheit entdecken. Dann sind wir wirklich frei, im Sitzen, beim Essen, im Arbeiten.

Daher möchte ich mit einem Zitat von Dirk abschließen:
"Oft wird gefragt, warum wir so viel Zazen machen. Es gibt keinen Grund. Wir sitzen für die Freiheit." 

"Befreiung durch Leerheit"

Auszüge aus Vorträgen aus dem Jahr 1998 von Wolf D.Nolting, -Dharmanachfolger von Saidan Oi Rodaishi)

Zur Mahyamaka-Philosophie und ihrer Bedeutung im Zen

"Madhyamaka ist eine reine Technik, alle Anschauungen, unabhängig davon, ob sie falsch oder richtig sind, zurückzuweisen und zu widerlegen, um einen wertfreien, objektiven Blick auf die Warheit werfen zu können. Alle festgelegten Anschauungen und Glaubensvorstellungen werden als hinderlich entlarvt, nicht als falsch, als hinderlich. Alle Auffassungen innerhalb der Lehre des Buddha sind nichts anderes als Hilfsmittel. Sie drücken keine eigene Anschauung aus, die sich gegen irgendeine andere richtet, sondern sie verfolgen eben nur den genannten Zweck. Sie sind ganz und gar pragmatisch. Zen und Madhayamaka sind höchst alltagsbezogen und praktisch, sie sind nichts für den Elfenbeinturm, selbst wenn das zunächst so klingen mag, weil es eben philosophisch formuliert ist.

Beides will uns helfen, unsere Sicherheit suggerierenden Haltepfosten, die wir ständig einschlagen, ausfindig zu machen und diese zu vernichten.

Jeden Tag suchen wir  wieder diese Haltepfosten auf. Rinzai sagt: "Du versuchst einen Pfosten ins Universum zu treiben."- als ein Mönch ihn nach seiner Dharma-Legitimation fragte. Der Mönch sucht nach Sicherheit wie wir alle. Und Rinzai zeigt ihm nicht daraufhin seine Dharma-Urkunde und rechtfertigt sich, sondern er sagt- du versuchst einen Pfosten einzuschlagen, wo es keinen gibt.

Alles woran wir haften, alles, was wir verabsolutieren, womit wir uns identifizieren, wird zur Fessel des Leidens für uns werden. Restlos alles! Auch wenn es noch so heilig aussieht.

Dieses Studium der rein destruktiven Madhyamaka-Philosophie, sagte Roshi, dient ausschließlich dem Zweck unsere Haltung des Nicht-mehr-Verhaftetseins, des Nicht-mehr-Ergreifen-Wollens zu verstärken. Sie ist keine intelektuelle Spielerei. Roshi erwähnte dabei das Koan Mumonkan-Nr. 6 (die Blumenpredigt). Das ist reines Madhyamaka. Da wird eine Blume gehoben. Wirklichkeit wird nicht definiert. Zen sucht nicht nach einer letztgültigen Wahrheit, sondern findet Rechtfertigungen in einem sehr pragmatischen Zweck, nämlich den Wunsch, diesen gegenwärtigen Augenblick ohne Spuren vorbeigehen zu lassen.

Buch-Empfehlung

Fazit von Meister Sokai-an aus dem Buch: "Man sieht nur in der Stille klar"

Sokai-an war japanischer Rinzai-Mönch, der 1930 in New York City die Buddhist Society of America gründete (geb. 1882- gest.1945)


Wir müssen etwas haben, das echt und ursprünglich ist. Etwas, das aus uns selbst heraus entsteht.
Es ist nicht Buddhismus und nicht Zen.

Als ich Buddhismus studieren begann und mein erstes Koan bekam, erschienen mir Buddhismus und Zen unendlich erhaben und wichtig. Damals war ich einundzwanzig Jahre alt, jetzt bin ich achtundfünfzig.

Die Welt hat sich verändert. Die Erde ist nicht zum Himmel geworden und der Himmel ist nicht zur Erde hinunter gekommen. Ich habe nicht den Zustand eines Halbgotts erreicht. Ich bin immer noch ein Mensch. Also, was ist der Vorteil von Buddhismus und Zen?

Als der Buddha im Sterben lag, bat ihn Ananda, noch einmal alle Schüler zu versammeln und ein letztes Mal zu ihnen zu sprechen. Darauf antwortete der Buddha: 

„Wozu? Ich habe euch alle meine Gedanken gezeigt, habe den ganzen inneren Weg, den ich durchlaufen habe, erklärt. Einmal über meine Erfahrungen zu sprechen ist genug. Denn wer dies nicht selbst erfahren hat, ist für solche Worte taub. Ich übte Klarsicht und habe sie erlangt. Jeder muss dies selber tun. Die Worte, die man verstehen kann, habe ich schon gesagt, warum sie wiederholen? Warum eure Zeit verschwenden? Wer die Erfahrung hat, versteht. Nutzt eure Zeit zum Praktizieren und macht eure eigenen Erfahrung.“

Ich muss gestehen, heutzutage erfreue ich mich an meinem eigenen Geist mehr als an Buddhismus und Zen. Buddhismus und Zen sind bloß wie zwei alte Möbelstücke in einer Ecke meines Geistes.

Ich fand etwas, das mir selbst gehört. Es ist nicht Buddhismus und nicht Zen, nicht Philosophie,
nicht Wissenschaft, nicht Religion. Die Außenwelt ist nicht mehr dunkel und die Innenwelt ist klar.
Das, was zählt ist das Herz. Doch das ist ein Geschenk des Zen-Buddhismus, deshalb empfinde ich große Wertschätzung und Dankbarkeit dafür.
Es dauerte lange Zeit, bis ich es fand, und in dieser Zeit waren mir Buddhismus und Zen eine schwere Last.
Heutzutage spreche ich über Buddhismus und Zen in Vorträgen, aber wenn ich alleine bin, denke ich nicht darüber nach.
Ich erfreue mich an etwas, das keinen Namen hat, aber sehr natürlich ist. Es ist wunderbar.
Jemand hat mich in die Ferien aufs Land eingeladen, doch ich lehnte ab. Ich verweile lieber hier und lebe in meinem eigenen klaren Geist.
Was meine Vorträge anbetrifft: Dass ich hier an dieser kleinen Straßenecke solch große Worte sage, ist unerheblich- aber sie sind wahr! Wenn die Zeit kommt, vielleicht in zweihundert Jahren, wird jemand dasselbe sagen, und dann werden auch eure Staatsmänner und Pfarrer zuhören

 

  Impressionen