Wolkentor 
...die Kraft kommt aus der Stille...

Was ist ZEN ?

ZEN ist keine Philosophie, keine Religion, keine Esoterik, kein Lifestyle und auch keine Wellnessmethode. Zen zielt ausschließlich auf direktes Erleben ab und beweist, dass jegliche Krise im persönlichen und gesellschaftlichen Kontext durch die Anhaftung an Konzepten entsteht. ZEN ist eine atheistische „Selbstergründung” aus eigener Kraft, die sich durch „Liebe und Weisheit” kennzeichnet. Im Mittelpunkt dieser „Selbstergründung” steht das „Sitzen in Stille” (Zazen). Zazen ist im Gegensatz zu anderen Übungen keine Methode der Meditation, sondern vielmehr das klare Erleben des Augenblicks an sich. Die stabile und kraftvolle Körperhaltung unterstützt eine natürliche Bauchatmung, welche dem oberflächlichen und sprunghaften Denken die „Macht” entzieht. Eine schon immer dagewesene, „geistige Tiefe und Verbundenheit” ist zugänglich und verleiht dem Alltag Frieden und Glück.

ZEN-Tempel

Im ZEN-Tempel des Wolkentors wird seit mehr als achtzehn Jahren ein ZEN des „Herzens und der Stille” ausgeübt. Der Ort bietet im Rahmen einer kurzen Auszeit, mehrtägigen Seminaren oder langfristigen Schulungen, Raum für innere Ausrichtung und Einkehr, welche neue Impulse, Klarheit und ganzheitliche Perspektiven „im Großen wie im Kleinen“ freisetzen kann. Schulklassen nutzen im Rahmen von Ethik-und Religionsunterricht den Ort für Exkursionen um sich über Meditation, Buddhismus und ZEN zu informieren.

Mittlerweile kommen auch Menschen aus allen Regionen des Landes zu den mehrtägigen intensiven Seminaren (Sesshin). Die Lage in Mitteldeutschland und die sehr gute Verkehrsanbindung erleichtern dabei die Anreise.

Aus einem ehemaligen Maschinenraum einer Textilmanufaktur  wurde ein speziell für die ZEN-Praxis zugeschnittener, kraftvoller Ort geschaffen. Im Zuge der weitreichenden Sanierungsarbeiten der gesamten Räume entstand ein Außengelände mit einem ZEN-Garten und überdachten Terassen.

Hintergründe

Der Name "Wolkentor" bezieht sich auf den gleichnamigen chinesischen ZEN-Meister aus dem 9. Jhd. (chin. Yúnmén Wényǎn). Er war ein Meister des ZEN der am Ende der Tang-Dynastie lebte und seinen Tempel auf dem Wolkentor-Berg hatte. Er gilt als Gründer der Wolken-Tor Schule, die eine der „Fünf Schulen“ im alten China war und auf die sich alle heute noch existierenden ZEN-Traditionen begründen.

Ursprünglich entwickelte sich das buddhistische ZEN vor über 2600 Jahren aus Indien kommend über China weiter und wurde über viele Generationen nach Korea, Vietnam und in Japan in die jeweilige Kultur absorbiert. Anfang der fünfziger Jahre kamen zuerst christliche Missionare in Japan mit der Praxis in Kontakt. Seit den siebziger Jahren entstanden auf der ganzen Welt ZEN-Zentren.

Auch die ZEN-Praxis im Wolkentor fundiert auf dieser jahrtausenden, alten Übertragungslinie, die von Meister zu Schüler, aus der lebendigen Erfahrung heraus weiter getragen wird. Besonderen Dank gilt hier dem ZEN-Meister Wolf Dietrich Nolting (Bild oben),der in den 80er Jahren, resultierend aus dem lebendigen Kontakt zum Hokoji-Kloster- Japan, eine ZEN-Ausbildung absolviert hat und somit bestätigt wurde in Deutschland Schüler auszubilden und später wiederum Meister zu benennen.

Der "Praxis-Anspruch" im Wolkentor lässt sich sehr treffend mit einem Zitat des indischen ZEN-Meisters: Daruma ausdrücken:

"Eine besondere Überlieferung, außerhalb von Kulturen und Zeitaltern, unabhängig von Wörtern und Schriften, unmittelbar auf des Menschen Herz gerichtet, die eigene Natur schauend, ein Buddha werdend."

(freie Übersetzung: Daruma 4Jhd. )